Schutz vor Pfändung mit dem P-Konto

Jedermann kann ein Pfändungsschutzkonto, kurz: P-Konto, einrichten oder ein bestehendes Konto entsprechend umwidmen. Veranlasst ein Gläubiger eine Kontenpfändung, ist auf dem P-Konto jeden Monat automatisch ein Betrag von mindestens € 985,15 geschützt. Der Schutzbetrag gilt für jeden Monat neu und erhöht sich außerdem um den Betrag, den der Schuldner im Vormonat nicht angetastet hat. Der Betrag erhöht sich außerdem, wenn den Schuldner nachweislich Unterhaltsverpflichtungen treffen. Bei zwei Unterhaltsverpflichtungen, z.B. für Ehefrau und Kind, beträgt der Schutzbetrag insgesamt € 1.562,47. Sozialleistungen, wie z.B. Kindergeld erhöhen ebenfalls den Schutzbetrag. Bei der Bank müssen lediglich entsprechende Belege der Sozialleistungsträger eingereicht werden.

Achtung: die Einrichtung eines P-Kontos wird der Schufa gemeldet. Angeblich soll dieser Umstand bei der Berechnung der Kreditwürdigkeit nicht berücksichtigt werden. Tatsächlich ist jedoch noch nicht bekannt, welche Auswirkungen das P-Konto in der Praxis haben wird, so dass dieser Schritt gut überlegt sein will.

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